21.06.2019

Übungswochenende: Teil 2 – Patientengerechtes Retten und Wasserpumpen

Nach einer etwas kurzen Nacht, um einem Kameraden direkt zum Geburtstag zu gratulieren, starten unsere Helferinnen und Helfer in Tag 2 des Ausbildungswochenendes. Der Freitag begrüßte alle mit Sonnenschein und einem gut gelaunten Ortsbeauftragten, der die „Langschläfer“ mit dem Sondersignal des MTWs weckte.

Nach einem stärkenden Frühstück traten alle Helferinnen und Helfer um 8:00 Uhr an. Die zwei eingeteilten Gruppen befassten sich den Vormittag über mit verschiedensten Themenbereichen der Personenrettung. So konnte in den Übungsgebäuden, welche der Truppenübungsplatz bietet, sehr gut der Transport von verletzten Personen aus den Geschossen unter Zuhilfenahme verschiedener Materialien geübt werden. So kamen die Krankentrage, der Schleifkorb und auch das Tragetuch zum Einsatz. Mit der Krankentrage wurde zudem das senkrechte Ablassen geübt.

 

Nach einer kurzen Pause, damit alle wieder Wasser zuführen konnten, ging es mit dem Rollgliss und dem Mehrzweckzug weiter. Ein weiterer Punkt auf der Ausbildungsliste war die kleine Persönliche Schutzausrüstung gegen Absturz. Hier durfte sich wer wollte mal aus dem ersten Geschoss abseilen und die Wand wieder hinauf klettern.

 

Wozu die Ausbildung des Vormittags gut sein sollte, stellte sich erst in der Nacht heraus. Doch nach dem leckeren Mittagessen ging es erstmal zum Waschplatz zur Ausbildung an unseren Pumpen. Kurz vor dem Abendessen wurde noch eine Erkundungsfahrt durch das Gelände vorgenommen, ehe sich dann alle mit neuem Hunger im Lager wieder einfanden. Um 19:00 Uhr gab es noch einen Crash-Kurs zum NEA 50 kVA sowie unserem 8 kVA Aggregat. 20:00 Uhr hieß es schließlich: Feierabend, dachten sich alle.

 

Um 22:25 Uhr kam schließlich das "Martin-Horn" zu erschallen und die Durchsage, dass es einen Einsatz gibt. „Verunglücktes Fahrzeug mit drei vermissten Personen im Steinbruch“. Schnell waren die Einsatzsachen wieder angezogen und alle Helferinnen und Helfer lauschten der Einteilung unseres Gruppenführers der B1.

 

Am Steinbruch angekommen sah man bereits das im Hang befindliche Fahrzeug. Nach erster Erkundung befand sich eine Person eingeklemmt unter dem Fahrzeug und eine weitere verletzt im Führerhaus. Einige Zeit später erschien auch die dritte vermisste Person, sichtlich verwirrt und aufgewühlt und auch die Presse war natürlich vor Ort und forderte unsere Einsatzkräfte heraus.

 

Auch hier zeigte sich, dass unsere Gruppe zwar noch recht frisch zusammengewürfelt ist, doch zusammen mit den drei Aalener Kameraden ein klasse Team ist, dass sich in schwierigen Situationen findet. Nach 3,5 Stunden war der Einsatz einschließlich Nachbesprechung schließlich beendet. Nach einem Nachtschmaus ging es letztlich um 2:15 Uhr in die Betten. 


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